Systemische Prozessbegleitung

Wir leben und funktionieren in den unterschiedlichsten Systemen.

 

Unser eigener Körper ist ein System mit vielen Zelleinheiten.

Wir entspringen einer Familie, der Kernfamilie.

Wir sind immer in Kontakt mit verschiedenen Systemen: Familie, Freunde, Verein, Patchwork, Kollegen, usw.

 

„Überall dort, wo Menschen in Beziehung miteinander treten, hören sie auf, ausschließlich individuell zu sein. Sie werden Teil eines Systems“

- B. Hellinger -

 

Der Kontakt zu diesen Systemen oder Beziehungen unterstützt uns in unserem Wachstum, im Überleben, in der persönlichen Entwicklung und in der Möglichkeit uns selber zu reflektieren. Ohne Systeme sind wir nicht in der Lage zu leben.

 

In jedem System gelten drei Gesetze.

  • Das Gesetz der Zugehörigkeit.
  • Das Gesetz des Ausgleichs von Geben und Nehmen.
  • Das Gesetz der Ordnung.

Wenn nur eines dieser Gesetze missachtet wird, fängt das System an zu „kränkeln“. Im System baut sich eine Schuld auf, die sich als Störung manifestiert.

 

Wir reagieren auf die unterschiedlichsten Arten. Mit Wut, mit Aufgabe, mit Krankheit, mit Trauer, mit Ignoranz, mit Kontaktlosigkeit, mit Schweigen ...

 

Der therapeutische Ansatz liegt im Betrachten verschiedenen Aspekte von außen. In einer Aufstellung beschreiben Sie, wie Sie die einzelnen Personen sehen. Dadurch wird Ihre innere Ansicht des Systems sichtbar, es entsteht ein äußeres Bild.

 

Das kann auf ganz unterschiedlichen Arten umgesetzt werden: Mit menschlichen Stellvertretern, mit Kissen, mit Zetteln, mit Figuren oder mit einem individuellen Bild. So wird der Störfaktor sichtbar.

 

Versuchen Sie doch einmal Folgendes:

 

Legen sie zwei unterschiedliche Decken auf den Boden. Stellen sie sich vor die Decken. Eine der Decken ist Ihr Körper und die andere Decke ist Ihr Gefühl.

 

Gehen Sie nun bewusst auf die Körper-Decke, schließen Sie Ihre Augen und fühlen Sie sich in Ihren Körper hinein.

  • Wie geht es Ihrem Körper?
  • Fühlen Sie eine Region besonders?
  • Wenn Ihr Körper Ihnen etwas sagen möchte, was würde er sagen?

Nehmen Sie die Reaktion nur wahr. Werten oder beurteilen Sie die Reaktion nicht.

 

Jetzt gehen Sie langsam von der Decke wieder herunter. Öffnen Sie die Augen und sammeln sich kurz.

 

Jetzt treten Sie bewusst auf die Gefühls-Decke, schließen Sie die Augen und fühlen Sie sich in Ihre Gefühle hinein.

  • Welches Gefühl nehmen Sie als erstes war?
  • Kommt ein weiteres Gefühl?
  • Wenn das Gefühl sprechen könnte, was würde es Ihnen sagen?

Nehmen Sie die Reaktionen nur wahr. Werten oder deuten Sie die Reaktion nicht.

 

Jetzt gehen Sie langsam von der Decke hinunter und öffnen Sie die Augen. Lassen Sie die Übung kurz nachwirken.

 

Spannend?

 

Dann lassen Sie sich einfach darauf ein und freuen sich über Ihren Kontakt nach Innen. Den Kontakt zu Ihrem Selbst.

 

Wenn Sie Lust haben, wiederholen Sie diese Übungen mehrmals in der Woche. Sie werden merken wie Ihre Wahrnehmung wächst und Sie sich besser zuhören können.

 

Für mich als Therapeut ist dies eine sehr gute Methode, mit Ihnen an Problemfragen zu arbeiten. Die Lösung ist in jedem System bereits vorhanden. Mal mehr oder weniger versteckt, aber Sie ist da.

 

Über das Betrachten, Beschreiben und Erarbeiten einer neuen Leichtigkeit für das System, wird die Missachtung des Gesetzes sichtbar.

 

Jetzt kann die Heilung beginnen, indem Sie dem System etwas Neues und Gutes anbieten. Die Zellen können ganz langsam anfangen zu entspannen und das System kann anfangen zu heilen.


Sollten Sie Fragen an mich, zu meinen Behandlungsmethoden,

zu meinem Therapieangebot oder einen Terminwunsch haben,

so kontaktieren Sie mich gerne!